Überfahrt in Liebe

Wie wir die Seele des Sterbenden über den Tod hinaus begleiten können und selbst vertrauensvoll dem Unausweichlichen begegnen.

Dieses Buch ist derzeit im Entstehen.
Die Veröffentlichung ist für Herbst 2026 vorgesehen.

Einen Ausschnitt kannst Du hier bereits lesen.

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Erzählung aus "Überfahrt in Liebe"

Seelenbegleitung nach dem Tod

Totenwache

Über Umwege erfahre ich eines Morgens zufällig vom Ableben eines lieben mir nahestehenden Menschen. Über sein Sterben am Vortag wurde ich nicht informiert, weswegen ich keine Möglichkeit hatte ihn energetisch auf Distanz während des Sterbens begleiten zu können. Anscheinend sollte es so sein, obwohl durch das Nicht-Informieren ihm und mir die Möglichkeit genommen wurde, uns voneinander verabschieden zu können. Nichts desto trotz bereite ich sofort die Totenwache (auf Distanz) vor. Ich gehe durch den Garten und lasse mich zu jenen Blumen führen, die sich für diesen Verstorbenen zu einem Strauß auf dem Altar berufen fühlen. Dabei stoße ich auf eine Akelei, die krumm und schief unter einem gelöcherten Metalltisch hervorwächst. Sie versucht sich durch die Öffnungen des Gitters zum Licht nach oben durchzuschieben. Oh wie sehr erinnert sie mich an diesen Menschen, der in seinem Körper wie in einem Gefängnis lebte und seine Seele sich nichts anderes wünschte als frei zu sein. Mit Freude nehme ich dieses Geschenk der Natur mit in den Blumenstrauß auf. Danach suche ich eine passende Kerze, etwas zum Räuchern und richte den Altar her. Der heilige Raum für die Totenwache ist bereits am Entstehen und wird mit dem Entzünden der Kerze sichtbar eröffnet. Die Atmosphäre beginnt feiner und klarer zu schwingen.

Die erste Nachricht, die ich empfange, haut mich fast um. „Vielen Dank, daß Du da warst.“ sagt mir dieser Mensch, obwohl ich weder wissend noch bewußt an seinem Sterbebett gewesen bin. Wie kann das sein? Ich lasse den vorherigen Tag Revue passieren. Am Vortag war ich nachmittags so durch den Wind, daß ich zeitweise nicht mehr wußte, was ich eigentlich machen wollte. Ich saß im Auto und hatte vor mit dem Hund Spazieren zu gehen, doch war ich völlig desorientiert und fuhr einfach ohne zu wissen wohin. Anscheinend war ein Teil meines Wesens in diesem Moment bei ihm gewesen.

Über Hindernisse hinweg

Im Laufe des Vormittages kann ich ihn auf seinem Weg ins Jenseits über zwei Hindernisse (Schwellen) hinweg begleiten. Zunächst geht es um einen 5-jährigen Buben (ein kindlicher Anteil des Verstorbenen), der sich verloren vorkam und zurückgeblieben war. Dieser teilt mir mit, daß er nicht wisse was Liebe sei. Ich versuche ihm den Zustand der Liebe anhand von Farben, Klängen, Schönheit und einem warmen Gefühl in der Brust zu vermitteln. Er nimmt die Informationen auf und ist im Moment zufrieden.

Zu einem späteren Zeitpunkt wird mir gezeigt, wie er in eine Art Abfluss gesogen wird, verbunden mit der Angst im Nichts zu verschwinden*). Auch hier kann ihm herausgeholfen werden. Ich erinnere ihn immer wieder liebevoll und bestimmt daran wer er eigentlich ist: ein göttliches Wesen, das nun zu Sich nach Hause kehrt.

Am Nachmittag beginnt er sich zu erinnern und ist auf einer Zwischen-Ebene seiner Reise angekommen, auf der er sich ganz leicht fühlt. Noch energetisch als der Mensch wahrnehmbar, den die Seele in dem dahingeschiedenen Leben belebt hat, fliegt sie sozusagen freudig über die Erde hinweg und genießt die neu gewonnene Leichtigkeit und Beweglichkeit. Was für eine Freude diesen lieben Menschen so erleben zu dürfen.

[..]

Die eigentliche Totenwache erstreckt sich in diesem Fall noch um weitere 24 Stunden. Der Verstorbene hat unter anderem auf seinem Weg ins Jenseits noch Verstrickungen mit seiner Gattin zu lösen, bevor er sich von ihr verabschieden und los lassen kann.

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*) Bei der medialen Kommunikation mit den geistig-feinstofflichen Welten werden Symbolbilder übertragen, die es gilt mit den empfangenen Gefühlen und Wahrnehmungen, die über die anderen Kanäle (fühlen, hören, riechen, sehen, spüren) reinkommen, abzugleichen, um so einen konkreten Eindruck einer Situation erlangen zu können.